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SUMMARY:KOP-Kundgebung gegen rassistische Polizeigewalt im Görli
DESCRIPTION:Ort: Görlitzer Park, Eingang Görlitzer Straße/Ecke Falkenstein Straße\nVeranstalter(_in): KOP\nZeit: Am 05. 09. 2020 um 14:00 Uhr.\n\nDie KOP – Berliner Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt ruft am 05. September zum Protest im Görlitzer Park auf!\nWährend vor ein paar Wochen noch viel über die Frage diskutiert wurde, ob es auch in Deutschland Racial Profiling gibt und eine Studie notwendig sei, ist das Thema rassistische Polizeigewalt mittlerweile größtenteils aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden.\nKOP unterstützt seit vielen Jahren Betroffene, die im Görlitzer Park und den umliegenden Strassen Opfer rassistischer Polizeigewalt wurden.\nAn Orten wie dem Görli zeigt sich, wie alltäglich das Problem von Racial Profiling in Berlin ist. Während der Park für die einen*  Ruhe und Entspannung verspricht, laufen Schwarze Menschen und People of Colour Gefahr, hier Opfer rassistischer  Kriminalisierung zu werden.Tagtäglich lässt sich beobachten, wie Polizist*innen bei vermeintlich „verdachtsunabhängigen Kontrollen“ nicht-weiße Menschen stoppen,  kontrollieren, durchsuchen, Platzverweise aussprechen und schikanieren. In vielen Fällen wird massive Gewalt angewendet, Umstehende werden bedroht und Zeug*innen am Filmen und Dokumentieren gehindert.  Legitimiert wird dieses Polizeihandeln durch das Berliner Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz, das es Beamt*innen ermöglicht, an „kriminalitätsbelasteten Orten“ Racial Profiling durchzuführen. Zwar wurden diese Orte mittlerweile teilweise offengelegt, an der Praxis der rassistischen Kriminalisierung hat sich jedoch nichts geändert. Viel zu oft werden Polizeibeamt*innen durch Kolleg*innen gedeckt und die Justiz zeigt wenig Interesse, die Täter*innen zur Verantwortung zu ziehen.\nRassistische Kontrollen wie im Görlitzer Park sind nur eine Facette des Problems. Denn Racial Profiling ist eine rassistische Ermittlungsperspektive, die für die Betroffenen immer die Gefahr einer Eskalation mit seelischen, physischen und tödlichen Folgen birgt. Die von Angehörigen und Aktivist*innen öffentlich gemachten Tötungen, wie zuletzt der Tod von Mohamed Idrissi in Bremen Gröpelingen, belegen dies in schrecklicher Weise: Der 56-Jährige Vater wurde vor seinem Haus von mehreren Polizeibeamten erschossen, die versuchten ihn in einer psychischen Ausnahmesituation mit Zwang festzusetzen.\nWir brauchen keine Studie über Racial Profiling! Wir brauchen ein Ende der  Politik der „kriminalitätsbelasteten“ Orte. Wir brauchen unabhängige Beschwerdestellen und unabhängige Staatsanwaltschaften. Polizei und Ermittlungsbehörden müssen in Fällen rassistischer Gewalt und Diskriminierung, Vertuschung und Verleugnung, zur Rechenschaft gezogen werden.\nDaher rufen wir auf zum Protest gegen die rassistische Schikane durch Polizei, im Görli und überall!\n—\nMehr Information: https://kop-berlin.de/veranstaltung/kop-kundgebung-gegen-rassistische-polizeigewalt-im-gorli ( https://kop-berlin.de/veranstaltung/kop-kundgebung-gegen-rassistische-polizeigewalt-im-gorli )\n
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