BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
METHOD:PUBLISH
CALSCALE:GREGORIAN
PRODID:-//WordPress - MECv6.4.1//EN
X-ORIGINAL-URL:https://iwspace.de/
X-WR-CALNAME:International Women* Space
X-WR-CALDESC:Feminist, anti-racist political group in Berlin
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
X-MS-OLK-FORCEINSPECTOROPEN:TRUE
BEGIN:VEVENT
CLASS:PUBLIC
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20201009T140000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20201009T180000
DTSTAMP:20201007T142600
UID:MEC-dd4f8cb6f65d52c96121a945c1969fed@iwspace.de
CREATED:20201007
LAST-MODIFIED:20201007
PRIORITY:5
TRANSP:OPAQUE
SUMMARY:Halle-Gedenkdemo in Berlin
DESCRIPTION:Ein Jahr ist seit dem antisemitischen und rassistischen Terroranschlag in Halle vergangen. Um dem Anschlag zu gedenken, organisiert das Aktionsbündnis Antirassismus gemeinsam mit Nebenkläger:innen im Halle Prozess, die in der Gemeinde der Berliner Fraenkelufer Synagoge zusammen kommen, eine Gedenkkundgebung und Demonstration für den 9. Oktober um 14 Uhr.\nAufruf:\nKein Vergessen: Halle – Gedenkdemo in Berlin\nEin Jahr ist seit dem antisemitischen und rassistischen Terroranschlag in Halle vergangen. Zwei Menschen wurden ermordet. Andere Menschen wurden, zum Teil schwer, verletzt oder haben traumatisiert überlebt. Am 9. Oktober 2019 hatte ein Rechtsextremist vor, einen Massenmord an Jüdinnen:Juden zu verüben, während sie in der Synagoge im Paulusviertel zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zusammen gekommen waren. Nur durch Glück ist es nicht dazu gekommen.\nBewaffnet mit Schusswaffen und tödlichen Sprengsätzen, die er in den Innenhof der Synagoge warf, wollte er alle in der Synagoge Anwesenden ermorden. Als eine Passantin den Attentäter auf den Lärm, den er verursachte, ansprach, schoss er mehrfach auf sie und verletzte sie tödlich. Ihr Name war Jana L. Sie wurde nur 40 Jahre alt. Wenn er schon keine Jüdinnen:Juden treffen konnte, dann sollten es zumindest Muslim:innen sein. So machte er sich auf den Weg zum Dönerimbiss „Kiezdöner”, wo er zunächst einen Sprengsatz warf und dann mehrere Schüsse abfeuerte. Er tötete mit mehreren Schüssen den 20 jährigen Kevin S., der dort seine Mittagspause verbrachte. Auf seinem weiteren Weg griff er verschiedene Personen an und verletzte Abdi I. schwer, den er mit dem Auto überfahren wollte, weil er Schwarz ist. In den Augen des Täters waren Jüdinnen:Juden, Muslim:innen und Schwarze Menschen alle gleichermaßen „nicht weiß“ und sollten deswegen sterben. Es ist wichtig, uns diese Verbindung bewusst zu machen und auch die Kämpfe gegen Antisemitismus und alle Formen des Rassismus zu verbinden!\nWir werden die Opfer niemals vergessen und fühlen mit den Angehörigen und Überlebenden. Kein Vergeben. Kein Vergessen.\nDer Prozess gegen den Attentäter findet derzeit in Magdeburg statt und die Überlebenden müssen sich ihren schmerzhaften Erinnerungen stellen. Im Rahmen des Prozesses kommt nicht zuletzt der Antisemitismus und der strukturelle Rassismus zum Vorschein, der zu diesem Anschlag beigetragen hat. Der in Magdeburg Angeklagte versucht, den Prozess dafür zu nutzen, sein Weltbild kundzutun und deshalb fordern wir: Keine Bühne dem Täter!\nWir fordern lückenlose Aufklärung durch das Gericht und die staatlichen Behörden und Gerechtigkeit. Wir erklären uns solidarisch mit den Angehörigen der Opfer und den Überlebenden. Wir fordern, dass es Konsequenzen gibt und zwar nicht nur in den Sicherheitsbehörden.\nDer grassierende Antisemitismus und Rassismus umfasst alle Teile der Gesellschaft und Institutionen – auch die sogenannte Mitte. Dieser Fakt stellt eine Bedrohung dar, die rechter Militanz den Boden bereitet.\nIm Täter vereinigt sich eine gefährliche Mischung von Antisemitismus, Holocaustleugnung, Verschwörungsidiologien, antimuslimischem Rassismus, Anti-Schwarzem Rassismus und andere Rassismen sowie Antifeminismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.\nDiese Gesinnungsmischung ist typisch für ein rechtes Weltbild und beispielsweise auch dort zu beobachten, wo unter dem Deckmantel von Freiheitsrechten der Sturm auf den Reichstag verkündet wird.\nWir fordern Unterstützung und Gerechtigkeit für die Opfer, die Überlebenden und ihre Angehörigen. Wir setzen uns ein, für den Schutz von jüdischem Leben und dem Leben aller Minderheiten und Marginalisierten. Um dem Anschlag zu gedenken, hat daher das Aktionsbündnis Antira (ABA) gemeinsam mit Nebenkläger:innen im Halle-Prozess, die in der Gemeinde der Fraenkelufer-Synagoge zusammenkommen, eine Gedenkkundgebung und Demonstration für den 9. Oktober um 14 Uhr organisiert.\nWir möchten durch ein würdiges Gedenken dazu beitragen, dass dieser Anschlag nie vergessen wird, dass er mahnt, Antisemitismus und Rassismus – gerade im Hinblick auf die deutsche Geschichte – nie zu verharmlosen und konsequent zu bekämpfen. Wir stehen zusammen und lassen uns nicht spalten. Wir treten ein gegen rechten Terror, gegen Antisemitismus, strukturellen Rassismus und Alltagsrassismus und für eine offene und solidarische Gesellschaft, in der Jede:r einen Platz hat!\nUnter anderem mit Beiträgen von:\nNebenkläger:innen im Halle Prozess\nInitiative 19.Februar\nMigrantifa Berlin\nRomaTrial\nBerliner VVN – BdA\nInternational Women Space\nBitte tragt während der Kundgebung und Demonstration einen Mund-Nasenschutz, wahrt den Mindestabstand von 1,5 Metern und beachtet die Hinweise der Ordner:innen. Seid solidarisch miteinander und ermöglicht uns ein würdiges und starkes Gedenken. Danke.\n(Wir benutzen den Doppelpunkt statt des * für Barrierefreiheit)\n—\nFacebook: https://www.facebook.com/events/763639451155410/ ( https://www.facebook.com/events/763639451155410/ )\n
URL:https://iwspace.de/event/halle-gedenkdemo-in-berlin/
ORGANIZER;CN=Aktionsbündnis Antira - ABA:MAILTO:
LOCATION:Südstern 1, 10961 Berlin, Germany
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://iwspace.de/wp-content/uploads/2020/10/120363780_177396267276537_1066561433830561275_n.jpg
END:VEVENT
END:VCALENDAR
